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Kleine Ehinger Glockengeschichte

Die drei katholischen Ehinger Innenstadtkirchen verfügen über Glocken aus der Barockzeit und dem 20. Jh. Vor allem das Geläut der Liebfrauenkirche ist sehr harmonisch, obwohl auch dies einen Zuguss erfahren hat.

Die älteste Ehinger Glocke dürfte die der Martinskapelle von 1591 sein.

2007/2008 wurde der Glockenstuhl im Turm von St. Blasius neu aus Holz angefertigt. Er löste einen stählernen Glockenstuhl mit gekröpften Jochen ab, in dem seit 1961 die Glocken aufgehängt waren. In diesem Jahr wurden auch die zwei tiefsten Glocken, a° und c', neu gegossen. Eine weitere Glocke aus dem 20. Jh, das a', wurde bereits 1950 angefertigt.
Drei weitere Glocken, e', g' und c'', sind aus der Mitte des 18. Jh. und geben dem Geläut auch ihren Charakter.
Eine Besonderheit sind auch die drei Dachreiterglocken: Es sind Taufglocke, Sterbeglocke und Totenglocke; sie wurden früher zu den entsprechenden Anlässen geläutet. Bis 2007 konnten diese Glocken noch von Hand geläutet werden, heute nur noch über eine Läuteautomatik.

Hier können Sie die Glocken von St. Blasius hören:

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Der Heilige Theodul

Die Legende, eine Erzählung zum Vorlesen, soll ihren Ursprung bis in die frühchristliche Heiligengeschichte zurückverfolgen können. Während des Gottesdienstes pflegte man nämlich in den Klöstern an den Gedenktagen der Märtyrer, vor allem aber der Ordens- und Klostergründer, aus ihrem Leben vorzulesen. Ihre Taten und ihr Glaubensmut dienten als Beispiel und als Ansporn. Häufig schlossen solche Legenden mit der Erzählung eines Wunders.

Es überrascht daher nicht, dass der erste bekannte Bischof aus dem Wallis, der Hlg. Theodul, ins Reich der Legenden eingegangen ist.

Der Gedenktag des Hlg. Theodul ist am 16. August.
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