…und dann war Licht


Schöpfungsoratorium aus Klassik & Rock

Aufführung im Rahmen des Ehinger Musiksommers am
Freitag, 3. Juli 2015, 21.00 ihr
Stadtpfarrkirche St. Blasius
In sieben Tagen erschuf Gott gemäß dem ersten Buch der Bibel, dem Buch Genesis, die Welt. Ein Stoff voller Dramaturgie und Gegensätze - und voller Rätsel bis zum heutigen Tag, gleich, ob man die Entstehung der Welt naturwissenschaftlich oder religiös deuten möchte. Verständlich also, dass Künstler aller Zeiten, Bildhauer, Maler und natürlich Musiker, sich dieses reizvollen Stoffes angenommen und in Kunstwerken verewigt haben.
Die wohl bekannteste Vertonung des Schöpfungsgeschehens ist das im 18. Jahrhundert entstandene gleichnamige Oratorium von J. Haydn. Umso spannender ist es aber nun, dass der bekannte Komponist Thomas Gabriel, dessen Musik aus zahlreichen Gottesdiensten und Kirchentagen nicht mehr wegzudenken ist, mit seinem Schöpfungsoratorium „…und dann war Licht“ eine zeitgemäße Fassung des biblischen Schöpfungsgeschehens in Töne gekleidet hat. Das Werk basiert auf einem Text von Eugen Eckert, der den biblischen Kerngedanken moderne Fragen und Reflexionen gegenüberstellt. Dabei geht es nicht nur um die Entstehung der Welt, sondern auch um ihre Bewahrung. Durch die neue Enzyklika „Laudatio si“ von Papst Franziskus ist das Werk also auch brandaktuell!
Th. Gabriel bedient sich bei der Vertonung des biblischen Stoffes verschiedener musikalischer Stile und Techniken; neben traditionellen Formen und Klängen fließt auch immer wieder Jazziges mit ein und verankert die Komposition im Hier und Jetzt.
Die musikalische Hauptaufgabe liegt auf den Schultern des Chores; „new spirit“, eine von mehreren Chorformationen an St. Blasius, übernimmt diese Rolle mit viel Elan und Frische.
Begleitet wird der Chor von einem Instrumentalensemble, bestehend aus Bläsern, Streichern und einer Jazzcombo. Lehrkräfte von der Musikschule Ehingen und weitere professionelle Musiker aus der Region werden diesen Part ausführen.
Weitere tragende Rollen sind die „Prophetin“, gesungen von Michaela Maucher, einer Gesangspädagogin aus Bad Saulgau und der „Erzähler“, gesungen von Alexander Schröder, der am Theater Ulm engagiert ist.
Wenn schon im Werktitel von Licht die Rede ist, dann kann man nicht umhin, die Klangfarben der Komposition auch in Licht umzusetzen. Johannes Buhlert vom bildundtonstudio Sigmaringen zeichnet für die Lichtdramaturgie verantwortlich. Zuletzt fand 2008 eine "Lichtsymphonie" mit Werken von Bruckner und Pärt in St. Blasius statt und hat die Zuhörer und Zuschauer in ihren Bann gezogen. Beim Schöpfungsoratorium wird abermals der Kirchenraum illuminiert - je nach musikalischem Geschehen verändert sich das Licht und bringt das dramaturgische Geschehen auf eine neue Ebene. Und der Kirchenraum selbst erscheint in neuem Licht. Es gibt also nicht nur etwas zu hören, sondern auch zu sehen. Daher empfiehlt es sich, die Plätze im vorderen Teil des Kirchenschiffs einzunehmen.  
Die Gesamtleitung liegt in Händen von KMD Volker Linz.